Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier,
Holzstich in Fernando de Rojas Celestina,
Sevilla, [ca. 1515]) (Signatur: G 578: 2 an)

Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier,
Prolog mit Zierinitiale in Juan de Jaravas Problemas o
preguntas problemáticas, Löwen, 1542 (Signatur: D 212)

Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier,
Handschriftliche Annotierung in Fernando de Rojas Celestina,
Sevilla, [ca. 1515]) (Signatur: G 578: 2 an)

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Spanien in Trier. Die Werke spanischer Autoren des 16. Jh. in der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier am Weberbach

Die his­pa­ni­schen Bestän­de der Stadt­bi­blio­thek in Trier sind bis­lang noch nicht sys­te­ma­tisch erfasst und unter­sucht wor­den. Dies ist auch des­halb ein Desi­de­rat, weil eini­ge der hier auf­be­wahr­ten Wer­ke biblio­gra­phi­sche Rari­tä­ten sind. Hier­zu gehört eine illus­trier­te Edi­ti­on von F. de Rojas Celesti­na (Sevil­la, [ca. 1515]) (Illus­tra­ti­on 1), die mit einer 1515 in Vene­dig publi­zier­ten ita­lie­ni­schen Über­set­zung und wei­te­ren Wer­ken in einem kurio­sen Sam­mel­band ver­eint ist. Eines der weni­gen erhal­te­nen Exem­pla­re der Erst­aus­ga­be von J. de Jara­vas Pro­ble­mas o preg­un­tas pro­ble­má­ti­cas (1544) (Illus­tra­ti­on 2) befin­det sich eben­falls in Trier. Der bis­lang unver­öf­fent­lich­te Text ist ein wich­ti­ges Zeug­nis für die Ver­mitt­lung natur­wis­sen­schaft­li­chen Wis­sens in der Volks­spra­che. Natur­kund­li­che Wer­ke sind breit ver­tre­ten, ins­be­son­de­re sol­che mit einem Bezug zur neu­en Welt (N. Monar­des Sim­pli­ci­um medi­ca­men­torum ex novo orbe delatorum, 1593). Berich­te über die Ent­de­ckung Ame­ri­kas (F. López de Góma­ra, La his­to­ria gene­ral de las Indi­as 1554 oder P. de Cie­za de León, La cró­ni­ca del Perú 1554) und his­to­rio­gra­phi­sche Wer­ke (J. C. Cal­ve­te De Est­rel­la, El feli­cís­si­mo Via­je […] Don Car­los Quin­to 1552 oder P. Val­lés, His­to­ria […] de Don Her­nan­do de Ava­los 1558) gehö­ren eben­so zu den Bestän­de wie die Schrif­ten von spa­ni­schen Huma­nis­ten wie J. L. Vives (27), B. Ari­as Mon­ta­no (27), A. de Gue­va­ra (18) oder P. Mexía, des­sen Sil­va de varia leci­on sowohl im spa­ni­schen Ori­gi­nal als auch in ita­lie­ni­scher und fran­zö­si­scher Über­set­zung und mit hand­schrift­li­chen Anno­tie­run­gen (Illus­tra­ti­on 3) vor­han­den ist.

Wie der bri­ti­sche His­to­ri­ker A. Pet­te­gree gezeigt hat, sind die fran­zö­si­schen Biblio­t­hè­ques Muni­ci­pa­les “gre­at unknown tre­a­su­res of the libra­ry world”. Auch die Trie­rer Stadt­bi­blio­thek ist eine sol­che Schatz­kam­mer. Das For­schungs­pro­jekt möch­te am Bei­spiel der Trie­rer Stadt­bi­blio­thek und durch die Aus­ein­an­der­set­zung mit der mate­ri­el­len Dimen­si­on der kon­ser­vier­ten Exem­pla­re her­aus­ar­bei­ten, auf wel­chen Wegen die spa­ni­sche Lite­ra­tur an die Mosel gelang­te und in wel­che kul­tu­rel­len Kon­tex­te sie zu ver­or­ten ist.

ver­sión española

Status:
laufend

Leitung:
  • Prof. Dr. Folke Gernert
  • Dr. Javier Soage

In Kooperation mit:
  • Prof. Dr. Michael Embach, Direktor der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier

Fach:
  • Romanistik