Abb1

Dubrovnik
© Bracodbk, Lizenz CC BY-SA

Abb2

Buddha Statuen
© UNESCO, Lizenz CC BY-SA

Abb3

Palmyra
© UNESCO, Lizenz CC BY-SA

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Zerstörtes Kulturgut

Pal­my­ra, Hat­ra, die Alt­stadt von Dubrov­nik und die Bud­dha-Sta­tu­en von Bami­y­an: Sie alle sind Stätten von unsag­ba­rem Wert für die Geschichts­for­schung und die Gesell­schaft, bei­spiel­los in ihrer Bedeu­tung für die Mensch­heit in ihrem kul­tu­rel­len Selbstverständnis. Jedes die­ser Kulturgüter gehört zum UNESCO-Welt­kul­tur­er­be und alle sind durch Krie­ge und Anschläge mas­siv beschädigt oder gar unwie­der­bring­lich zerstört worden.

Der unmit­tel­ba­re Ver­lust von Men­schen­le­ben in Krie­gen ist überwältigend und dra­ma­tisch. Ande­re Ver­lus­te tre­ten dadurch in den Hin­ter­grund und wer­den oft erst nach Kon­flik­ten­de wahr­ge­nom­men, wie auch der Ver­lust von Kul­tur. Die Beschädigung oder gar kom­plet­te Zerstörung von Kulturstätten während Krie­gen wird in ihrer Trag­wei­te oft unterschätzt. Es wer­den nicht nur his­to­ri­sche Arte­fak­te oder Kulturgüter zerstört, son­dern damit ein­her­ge­hend auch die kul­tu­rel­le Identität des Lan­des und sei­ner Bevölkerung.

Dar­auf auf­bau­end haben sich vier Stu­die­ren­de des Mas­ter­stu­di­en­gangs Digi­tal Huma­nities mit die­sem kul­tu­rel­len Ver­lust beschäftigt und eine inter­ak­ti­ve Web­sei­te erstellt, auf der Infor­ma­tio­nen zu ein­zel­nen Stätten sowie den zugehörigen Krie­gen kon­tex­tua­li­siert zusam­men­ge­tra­gen wur­den. Mit die­sem Pro­jekt haben es sich die Stu­die­ren­den zur Auf­ga­be gemacht, das Bewusst­sein für zerstörte Kulturgüter zu schärfen.

Die Web­sei­te beinhal­tet Infor­ma­tio­nen zu den Krie­gen in Afgha­ni­stan, Irak, im ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wi­en, Syri­en und der Ukrai­ne und ist das bis­her ein­zi­ge Tool, wel­ches zerstörte und beschädigte Kulturstätten gesam­melt dar­stellt. So können sich die Nut­zen­den einen Überblick ver­schaf­fen, wie viel mensch­li­che Kul­tur und Geschich­te den Kon­flik­ten tatsächlich zum Opfer fällt. Dabei ist die­se Zerstörung oft nicht nur ein Kol­la­te­ral­scha­den, son­dern wird unter ande­rem auch bewusst von Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen herbeigeführt.

Damit die im Pro­jekt gesam­mel­ten Daten auch zu For­schungs­zwe­cken wei­ter­ge­nutzt wer­den können, sind sie in LIDO-XML-Doku­men­ten zu jeder Kulturstätte fest­ge­hal­ten und ste­hen auf der Web­sei­te zur Nach­nut­zung per Down­load bereit. Auch der vollständige Web­sei­ten­code und das LIDO-XML-Sche­ma sind im Git­Hub-Repo­si­to­ry des Pro­jekts öffentlich zugänglich und können frei her­un­ter­ge­la­den werden.

Status:
laufend

Leitung:
  • Dr. Joëlle Weis
  • Dr. Élodie Ripoll

Projektbeteiligte:
Hendrik Chudoba, Julia Alili, Vivien Wolter, Luisa Schmidt

Fach:
  • Digital Humanities


Webseite:
https://zerstoertes-kulturgut.github.io

Kontakt:
kulturgut@uni-trier.de