Der Sphinx in Gizeh (F. L. Norden, Travels in Egypt and Nubia, London 1757, Tf. 46)

Der heute zerstörte Tempel Amenophis III.
auf der Insel Elephantine (F. L. Norden,
Travels in Egypt and Nubia, London 1757, Tf. 132)

Aegyptiaca (R. Pococke,
A Description of the East
and Some Other Countries,
London 1743, Frontispiz)

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Reiseberichte aus Ägypten von der Nachantike bis zur Napoleonischen Expedition

Das Pro­jekt wid­met sich den nach­an­ti­ken Rei­se­be­rich­ten aus Ägyp­ten, die vor dem Ein­tref­fen der Napo­leo­ni­schen Expe­di­ti­on (1798 – 1801) ver­fasst wur­den.  Die frü­hen Rei­sen­den waren nicht nur For­scher und Aben­teu­rer, son­dern in eini­gen Fäl­len auch poli­ti­sche Gesand­te, vor allem aus Euro­pa. Das zu unter­suchende Kor­pus spie­gelt daher ein sehr brei­tes Spek­trum an Infor­ma­tio­nen wider. Aus ägyp­to­lo­gi­scher Per­spek­ti­ve sind vor allem die Beschrei­bun­gen der anti­ken Monu­men­te und Sied­lun­gen von hohem wissen­schaftlichem Wert, da die­se heu­te teil­weise par­tiell oder voll­stän­dig zer­stört sind. Für den gro­ßen Tem­pel von Ach­mim in Mit­tel­ägyp­ten, den ara­bi­sche Rei­sen­de als eines der größ­ten Wun­der Ägyp­tens beschrei­ben, stel­len die Berich­te bei­spiels­wei­se die ein­zi­ge Quel­le dar.

Der Fokus auf die Berich­te der Zeit vor dem 19. Jh. hat sowohl inhalt­li­che als auch prak­ti­sche Grün­de. Zum einen liegt die zu betrach­ten­de Epo­che vor dem Beginn des Mas­sen­tou­ris­mus in Ägyp­ten (1869), mit der die Anzahl der Rei­se­be­rich­te expo­nen­ti­ell anstieg und daher unüber­schau­bar wird. Zum ande­ren bil­det Napo­le­ons Expe­di­ti­on unter dem Gesichts­punkt der wis­sen­schaft­li­chen Beschäf­ti­gung mit Ägyp­ten den Wende­punkt, mit dem die sys­te­ma­ti­sche Erfor­schung des Lan­des begann.

Die Rei­se­be­rich­te sol­len digi­ta­li­siert und in eine Open-Access-Daten­bank ein­ge­ar­bei­tet wer­den. Ziel ist eine voll­stän­dige Indi­zie­rung der Tex­te samt Zeich­nun­gen und Plä­nen. In ers­ter Linie soll eine Daten­grund­la­ge für die Ana­ly­se der his­to­ri­schen Topo­gra­phie Ägyp­tens geschaf­fen wer­den, doch kön­nen auch eth­no­graphische Ver­glei­che in diver­sen Le­bens­bereichen mit Alt­ägyp­ten ange­stellt wer­den. Die hohe Diver­si­tät der behan­delten The­men als auch das lite­ra­ri­sche Gen­re der Rei­se­be­rich­te bie­tet zudem eine hohe An­schlussfähigkeit für unter­schied­li­che Fächer wie zum Bei­spiel die Ger­ma­nis­tik oder die Medienwissenschaften.

Status:
in Planung

Leitung:
  • Dr. Stefan Baumann

Projektbeteiligte:
Alex­an­der Juraschka

Fach:
  • Ägyptologie