1987,129 FNr. 162a

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1987,129 Fnr. 41

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1986,9 FNr. 654d(a)

1986,9 FNr. 654d(a)

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Graffiti und Inschriften aus dem Tempelbezirk Tawern

Aus dem gal­lo-römi­schen Tem­pel­be­zirk von Tawern, des­sen archäo­lo­gi­sche Erfor­schung und Restau­ra­ti­on Frau Dr. Sabi­ne Faust vom Rhei­ni­schen Lan­des­mu­se­um Trier zu ver­dan­ken ist, lie­gen meh­re­re nur teil­wei­se publi­zier­te Stein­in­schrif­ten, mit Inschrif­ten ver­se­he­ne Bron­ze­ob­jek­te und bis­her gänz­lich unbe­kann­te Graf­fi­ti bzw. Rit­zin­schrif­ten auf Kera­mik­scher­ben vor. Bei den Stein- Bron­ze­in­schrif­ten han­delt es sich um Weih- und Bau­in­schrif­ten, wäh­rend die hand­schrift­li­chen Graf­fi­ti und Rit­zin­schrif­ten unmit­tel­ba­re All­tags­zeug­nis­se sind und einen unge­fil­ter­ten Ein­blick in das Leben der Men­schen lie­fern, die den Tem­pel­be­zirk besuch­ten oder dort leb­ten. Durch die­se nicht­pu­bli­zier­ten Text­zeug­nis­se, die von Ein­zel­per­so­nen auf Gebrauchs­ge­schirr ange­bracht wur­den, sind neue sozi­al- und reli­gi­ons­ge­schicht­li­che Erkennt­nis­se zu erwar­ten, da durch die Tex­te z.B. Namen der Objekt­be­sit­zer, Tätig­keits­an­ga­ben oder Göt­ter­na­men über­lie­fert wer­den. Fer­ner ist zu fra­gen, inwie­weit die­ses Quel­len­ma­te­ri­al nicht für Tawern, son­dern gene­rell für die Geschich­te der hie­si­gen Regi­on in römi­scher Zeit neue Infor­ma­tio­nen liefert.

Das Pro­jekt erfolgt in meh­re­ren auf­ein­an­der auf­bau­en­den Arbeits­schrit­ten: Auf die Ent­zif­fe­rung und Tran­skrip­ti­on sämt­li­cher Stein­in­schrif­ten, Graf­fi­ti und Rit­zin­schrif­ten fol­gen ggfs. eine Text­re­kon­struk­ti­on sowie ‑ergän­zung, eine Über­set­zung und eine Erar­bei­tung der Datie­rung der Objek­te bzw. der Datie­rung der Anbrin­gung der Schrift­zei­chen mit­tels ver­schie­de­ner Kri­te­ri­en: Paläo­gra­phie, Mate­ri­al­form, archäo­lo­gi­scher Fund­ort und Fund­zu­sam­men­hang, Ono­mas­tik etc. Hier muss beson­ders ein Ver­gleich mit ähn­li­chen Quel­len­zeug­nis­sen aus dem Trie­rer Land sowie dem wei­te­ren gal­lisch-ger­ma­ni­schen Raum erfol­gen. Als letz­ter ana­ly­ti­scher Pro­jekt­schritt sind dann eine Aus­wer­tung und Inter­pre­ta­ti­on der oben skiz­zier­ten neu­en his­to­ri­schen Erkennt­nis­se zu erarbeiten.

Status:
in Planung

Leitung:
  • Dr. Patrick Reinard

In Kooperation mit:
  • Dr. Sabine Faust, RLMT

Fach:
  • Alte Geschichte